Was Sie auf dieser Website finden
Auf dieser Website finden Sie alle Mitglieder des Verbandes der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten beider Basel (VPB) sowie die psychotherapeutisch ausgebildeten Mitglieder des Verbandes der Psychologinnen und Psychologen beider Basel(PPB), die in Basel und Baselland selbständig tätig sind. Sie soll Ihnen eine Orientierungshilfe sein, wenn Sie für sich selbst oder einen Ihrer Klienten oder Klientinnen einen Therapieplatz suchen oder wenn Sie wissen möchten, was die Ziele und Mittel einer Psychotherapie sind.

Die hier aufgeführten Fachleute verfügen über die kantonale Bewilligung zur selbständigen Ausübung der Psychotherapie. Sie sind von der vom Regierungsrat eingesetzten «Fachkommission Psychotherapeuten» auf ihre Qualifikationen hin überprüft worden. Die mit einem * gekennzeichneten Therapeutinnen und Therapeuten sind Inhaber der provisorischen Praxisbewilligung; sie stehen in der letzten Phase ihrer Psychotherapie-Spezialausbildung.

Beide Verbände sind einer fachlich hochstehenden Qualifikation verpflichtet. Ihre Mitglieder unterstehen einem ethischen und standespolitischen Kodex, über dessen Einhaltung eine Standes- und Ethikkommission wacht.

Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie befasst sich mit Menschen, die mit sich oder mit ihrem Leben schlecht zurechtkommen oder in Schwierigkeiten geraten, aus denen sie nicht mehr allein herausfinden, und die an ihrer Situation leiden. Auch Menschen, die merken, dass sie mehr aus sich und ihrem Leben machen könnten, aber an innere Grenzen stossen, die sie nicht zu überwinden wissen, suchen die Hilfe einer Psychotherapie. Schwierigkeiten und Störungen können unterschiedliche Symptome haben: körperliche Beschwerden, Verstimmungen, Ängste, Antriebslosigkeit, Krisen, sexuelle Probleme, Schlafstörungen oder Affektdurchbrüche und Kontrollverlust. Sie drücken sich in verschiedenen Lebensbereichen aus: bei der Arbeit, in der Genussfähigkeit, in der Partnerschaft und anderen Beziehungen oder in der Möglichkeit, die Freizeit zu gestalten. In jedem Bereich also, den das menschliche Leben einnimmt.

Ziele der Psychotherapie
Das Ziel jeder psychotherapeutischen Methode ist es, dem Patienten oder der Patientin dabei zu helfen, neue Einsichten zu gewinnen, sich selber besser zu verstehen, veränderte Lebens- und Verhaltensweisen aufzubauen und erfüllendere Beziehungsformen zu finden.
Um dies zu erreichen, suchen Psychotherapeut oder Psychotherapeutin und Patient oder Patientin zusammen Verwirrungen zu klären, die Beziehung zu sich selber und zur Umwelt erlebnis- und gefühlstiefer werden zu lassen, eigene Phantasien und Vorstellungen sowie eigene Verhaltensmuster deutlicher wahrzunehmen, zu verstehen und – wo sinnvoll – zu verändern.
Ziel kann es also sein, zu klären, welche Wurzeln Erlebens- und Verhaltensweisen haben. Es kann aber auch darum gehen, Verhalten ändern zu lernen, um damit Störungen und Symptome aktiv bewältigen zu können.

Der Psychotherapeut oder die Psychotherapeutin befasst sich also mit Menschen, die ihre Lebenssituation und sich selber verändern resp. selber mehr in die Hand nehmen wollen, um so ihren Leiden oder Störungen aktiv begegnen und sie womöglich überwinden zu lernen.

Die Mittel der Psychotherapie
In den Mitteln unterscheiden sich die verschiedenen Richtungen der Psychotherapie am deutlichsten. Meist steht das Gespräch im Vordergrund, und es bezieht sich je nach therapeutischer Richtung mehr auf die Klärung der Hintergründe eines Problems oder auf dessen Bewältigung. Es kann also sein, dass die Wurzeln eines Problems in der Therapie gesucht und dessen Einfluss auf die verschiedenen Lebensbereiche geklärt werden, oder es kann darum gehen, zu verstehen, welche negativen Auswirkungen und Konsequenzen heutige Verhaltensweisen nach sich ziehen, und zu lernen, diese zu verändern. Andere Methoden benützen als therapeutische Strategie die Darstellung von Verhalten, den künstlerischen Ausdruck oder die Bewegung.
Dennoch gibt es eine Gemeinsamkeit: Psychotherapie erfolgt immer in kommunikativer Auseinandersetzung. Weder chemische noch physikalische noch esoterische Wirkstoffe oder Kräfte gehören in den Kreis psychotherapeutischer Mittel. Die Methoden der Psychotherapie sind wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Der Patient oder die Patientin wird in jeder Psychotherapie als Partner/-in und Mitarbeiter/-in im psychotherapeutischen Prozess betrachtet. Sie werden immer als Gegenüber geachtet, das wesentlich zur eigenen Heilung und Bewusstwerdung beiträgt – beitragen muss.

Wo nötig, wird der Psychotherapeut oder die Psychotherapeutin abklären lassen, ob auch Leidensursachen ausserhalb des innerseelischen oder zwischenmenschlichen Bereiches des Klienten bei den Problemen mitspielen. Gegebenenfalls sucht der Psychotherapeut oder die Psychotherapeutin – immer in Absprache mit dem Patienten oder der Patientin – die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit AerztInnen, SozialarbeiterInnen, JuristInnen etc. Es kann auch sein, dass ein Kontakt mit LehrerInnen, ArbeitgeberInnen usw. sinnvoll ist.

Genauere Informationen über Psychotherapie, die verschiedenen Therapieschulen, Krankheitsbilder, Möglichkeiten der Finanzierung etc. finden Sie unter www.psychotherapie-bsbl.ch.

Die Ausbildung in Psychotherapie
Die Ausbildung zum Beruf eines Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin ist dreistufig:

  1. Die Grundausbildung ist in der Regel ein Hochschulstudium in Psychologie.
  2. Daran schliesst sich ein mindestens einjähriges klinisches Praktikum an und schliesslich
  3. die Spezialausbildung zum Psychotherapeuten oder zur Psychotherapeutin, die etwa 4-5 Jahre dauert.
Die Bestimmungen der Basler Verordnung lauten im Einzelnen:

§8. Die Bewilligung zur psychotherapeutischen Tätigkeit in selbständiger Berufsausübung wird erteilt, wenn sich der Bewerber ausweist über:
  1. Studienabschluss in Psychologie als Hauptfach oder in einer entsprechenden Fächerverbindung an einer schweizerischen oder einer vergleichbaren ausländischen Hochschule. Über die ausnahmsweise Anerkennung einer von dieser Bestimmung abweichenden Grundausbildung befindet die «Fachkommission Psychotherapeuten» im Einzelfall aufgrund der ihr vorgelegten Unterlagen. Diese Unterlagen müssen den Nachweis einer dem Hochschulabschluss vergleichbaren wissenschaftlichen Ausbildung im psychologischen Fachbereich erbringen.
  2. Ausreichende theoretische Kenntnisse im Gesamtbereich der seelischen Störungen (einschliesslich des Kindes- und Jugendalters) auf wissenschaftlich anerkannter Grundlage.
  3. Eine in der Regel insgesamt einjährige praxisorientierte Weiterbildung in direktem fachlichem Kontakt mit psychisch kranken Personen, davon mindestens ein halbes Jahr in einer psychiatrischen Klinik, Poliklinik oder in einem öffentlichen externen psychiatrischen Dienst. Diese Institutionen müssen als FMH-Weiterbildungsstätten Psychiatrie und Psychotherapie anerkannt oder diesbezüglich gleichwertig sein. Diese praktische Tätigkeit soll den Gesamtbereich psychopathologischer Zustände des Erwachsenen- oder des Kindes- und Jugendalters umfassen. Bei teilzeitlicher Tätigkeit verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend, wobei eine Teilzeittätigkeit unter 50% nicht angerechnet wird.
  4. Eine spezielle Ausbildung zum Psychotherapeuten. Diese muss auf einer wissenschaftlich anerkannten Psychotherapiemethode basieren, deren Wirksamkeit sich über ein breites Anwendungsgebiet erstreckt. Die Ausbildung muss die vertiefte Anwendung der gewählten Methoden auf die eigene Person sowie auf andere Personen unter fachlicher Kontrolle umfassen. Die «Fachkommission Psychotherapeuten» beurteilt diese Spezialausbildung in qualitativer und quantitativer Hinsicht und berücksichtigt dabei die formulierten Ausbildungsanforderungen der entsprechenden Fachrichtungen.

Kosten
Von Psychologinnen und Psychologen durchgeführte Psychotherapie ist von den Krankenkassen noch nicht als Pflichtleistung anerkannt. Die meisten Kassen übernehmen aber einen Teil der Therapiekosten, wenn der oder die Versicherte eine Zusatzversicherung abgeschlossen hat und wenn die Indikation zur Therapie belegt ist. Dieser sogenannte freiwillige Beitrag unterscheidet sich von Kasse zu Kasse. Zu Beginn der Psychotherapie klären Sie mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten die Kostenfrage; dies ist Bestandteil des Therapievertrages.

Suche nach einem Therapieplatz
Mittels der Suchmaschine auf dieser Website «suchen» können Sie für sich oder einen Ihrer Klienten oder Klientinnen einen geeigneten Therapieplatz suchen. Sie können dabei von folgenden Kriterien ausgehen:

  • Name, wenn Sie einen Ihnen schon bekannten Therapeuten oder Therapeutin suchen,
  • Postleitzahl, wenn Sie einen Therapeuten oder eine Therapeutin in einem bestimmten Quartier oder Ort suchen,
  • Sprache, wenn Sie eine bestimmte Sprache bevorzugen,
  • Therapeutische Richtung, wenn Sie einen Therapeuten oder eine Therapeutin suchen, der nach einer bestimmten Methode arbeitet,
  • Therapeutisches Angebot, wenn Sie eine bestimmte Art von Therapie oder Beratung suchen,
  • Problembereiche, wenn Sie nach einem Therapieplatz für ein bestimmtes Problem suchen.
Weiter können Sie auch angeben, ob die Praxis des Therapeuten oder der Therapeutin rollstuhlgängig sein sollte.

Sie können dabei nach nur einzelnen oder nach einer Kombination von Kriterien suchen. Die Suchmaschine wird Ihnen die Namen der Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen angeben, die die entsprechenden Kriterien erfüllen. Durch Anklicken des Namens können Sie weitere Informationen über die entsprechende Person erhalten, gleichzeitig können Sie sehen, ob aktuell ein freier Therapieplatz zur Verfügung steht. Sie sehen auch, ob die Person über eine definitive oder eine provisorische Praxisbewilligung verfügt. Letzteres bedeutet, dass sie in der letzten Phase ihrer therapeutischen Ausbildung steht. Für die Abrechnung mit der Krankenkasse bestehen diesbezüglich keine Unterschiede (siehe auch unter Kosten).

Unterstützung bei der Suche nach einem Therapieplatz und bei Fragen
Brauchen Sie Beratung beim Suchen oder haben Sie eine Frage?
VPB und PPB unterhalten eine kostenlose telephonische Psychotherapieplatzvermittlung:
Frau F. Zumstein und Frau L. Tobler, Psychotherapeutinnen, Tel. 061 303 12 12.
Sie können sich telephonisch an sie wenden oder uns mit Hilfe der Funktion «kontakt» ein Mail senden.

Das gedruckte "Psychotherapie-Verzeichnis BS/BL" (ärztliche und psychologische Psychotherapeutinnen in Basel-Stadt und Baselland) wird nicht mehr neu aufgelegt. Sie können aber hier eine halbjährliche aktualisierte Version herunterladen und selber ausdrucken: Psychotherapie-Verzeichnis BS-BL.pdf

Sekretariat PPB, Eliane Scheidegger, Baselmattweg 145, 4123 Allschwil
Telefon 061 264 84 45, Fax 061 264 84 41
ppb@vtxmail.ch
www.ppb.psychologie.ch

Sekretariat VPB, Postfach, 4002 Basel
Telefon 061 401 08 20
mail@psychotherapie-bsbl.ch
www.psychotherapie-bsbl.ch




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